Mitgliederversammlung 2024

April 2024

Ein Bericht von Ulla Bruns

Am 15. April hatte der Vorstand zur diesjÀhrigen Mitgliederversammlung eingeladen. Erstmals konnte diese nicht mehr im Vattenfall VerwaltungsgebÀude in der City Nord stattfinden.

Mit dem BĂŒrgersaal Wandsbek ist es den beiden Organisatorinnen gelungen, eine sehr gute Alternative zu finden. Der Saal bot ausreichend Platz fĂŒr die ca. 180 erschienenen Mitglieder und auch die notwendige Technik war vorhanden.

Die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen schon eine Stunde vor dem Beginn der Versammlung mit den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ins GesprÀch zu kommen, wurde wieder sehr gut angenommen.

Als Gast durften wir Herrn Dr. Andreas Cerbe, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stromnetz Hamburg GmbH, begrĂŒĂŸen. In seinem Grußwort ging es um das Thema „Ausbau des Stromnetzes – Herausforderungen der urbanen Energiewende“. Der Vortrag stieß bei den Mitgliedern auf großes Interesse.

Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Neuausrichtung des Seniorenvereins und die damit verbundene Umbenennung und SatzungsÀnderung.

Mit der Einladung wurden eine Stellungnahme des Vorstandes zur Neuausrichtung, die neue sowie die bisherige Satzung verschickt. Alle Mitglieder konnten sich somit bereits vorab eine Meinung bilden. Zur neuen Satzung wurden drei ÄnderungsantrĂ€ge eingereicht, die ebenfalls vorab verschickt wurden. Über die sich daraus ergebenen Änderungen der vorgeschlagenen Satzung wurde in der Versammlung abgestimmt. Zwei der AntrĂ€ge fĂŒhrten zu Anpassungen.

Die durch die BeschlĂŒsse angepasste, neue Satzung wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die neue Satzung muss jetzt von einem Notariat bestĂ€tigt werde. Sobald das erfolgt ist, wird sie an dieser Stelle veröffentlicht.

Der Verein wird zukĂŒnftig „Senioren Hamburger Energieunternehmen e.V.“ heißen.

Mobil im Alter

MĂ€rz 2024

Ein Bericht von Sigrun Voss mit Fotos von Karl Heinz Sellenschlo

Mobil im Alter, ein besonderes Anliegen der Seniorenbeauftragten der Hamburger Polizei., Jörg Naused und Elke Ewald, sich mit dem Thema  zu befassen.

Es ging nicht darum, die Àlteren Autofahrer als die hÀufigsten   Unfallverursacher zu beschreiben. Es geht darum, dass mit höherem Alter bestimmte FÀhigkeiten sich verÀndern, nicht nur die Motorik, sondern auch das Gehör, die SehfÀhigkeit, das GedÀchtnis einen auch manchmal in Stich lassen kann.

Mein Gedanke war, das könnte ja ein Thema fĂŒr die Mitglieder des Seniorenvereins sein. Irgendwann betrifft dieses Thema ja jeden von uns. Von den vielen Mitgliedern unseres Vereins hat sich am 26. MĂ€rz 2024 ein ganz kleiner Kreis eingefunden, um den beiden Polizisten zu lauschen. Diese hatten auch ihre ehrenamtlichen Helfe (2 Handpuppen Opa und Enkelin) zur Auflockerung mitgebracht. Wahrscheinlich spielte bei dem Thema die Angst mit: „das ist eine Veranstaltung mit erhobenen Zeigefinger und wir Alten werden stigmatisiert“ - nein, wir fĂŒhlten uns gut aufgehoben und haben sogar noch etwas dazu gelernt.

Wir alle haben erfahren und gesehen, dass es MĂŒtzen, Caps, Regenschirme und RĂŒcksĂ€cke mit eigearbeiteten SilberfĂ€den - vor allem fĂŒr die im Straßenverkehr dunkel gekleideten Personen gibt, die durch  Licht (Scheinwerfer oder Taschenlampe) gut sichtbar werden. Ebenfalls gibt es reflektierende, BĂ€nder fĂŒr Radfahrer, fĂŒr Rollatoren und RollstĂŒhle, reflektierende Einkaufsbeutel. Alles Dinge, die uns sicherer machen können.

Auf alle FĂ€lle regten alle Informationen, die wir erhalten haben, zum Nachdenken und ÜberprĂŒfen an. Eine BroschĂŒre, mit allen wichtigen Anschriften gabs auch noch dazu.

Hamburgische Staatsoper

April 2024

Ein Bericht von Maria Claussen

Am 3.4.24 haben wir uns erneut mit 20 Kolleginnen und Kollegen zu dieser besonderen FĂŒhrung hinter die Kulissen der Staatsoper getroffen. Nachdem alle 20 Teilnehmer vollstĂ€ndig und ĂŒberpĂŒnktlich beim Startpunkt erschienen waren, haben wir uns im Foyer direkt mit der abwechslungsreichen und sehr traditionsreichen Geschichte der Staatsoper bis hin zum heutigen Haus im Bauhaus-Stil beschĂ€ftigen dĂŒrfen. Unser kompetenter Guide, ein Mitglied im Extrachor der Staatsoper, untermalte seine abwechslungsreichen ErzĂ€hlungen mit tollen historischen Bildern auf laminierten DINA4-Seiten.

Und dann ging es auch direkt ĂŒber den Zuschauerraum, den viele Kolleginnen und Kollegen von eigenen Besuchen noch kannten, auf die BĂŒhne, die bereits fĂŒr die Abendveranstaltung aufgebaut war. Ein einmaliges Erlebnis, den Blick auf die Zuschauerreihen von der BĂŒhne aus zu sehen. Aber was dann folgte war noch deutlich spektakulĂ€rer. Hinter der BĂŒhne erstreckt sich der Raum fast viermal so groß wie die eigentliche BĂŒhne. Hier können durch bewegliche Böden und WĂ€nde wĂ€hrend der Vorstellung bereits die BĂŒhnenbilder fĂŒr die folgenden Veranstaltungen aufgebaut werden.

Und dann ging es so richtig ins Eingemachte. Wir durften uns im riesigen Requisitenlager frei bewegen (natĂŒrlich ohne etwas anzufassen).

Unbeschreiblich spannend. Danach haben wir auch noch die Damen-Schneiderei besichtigen dĂŒrfen und uns von einer Ă€ußerst kundigen Schneiderin ihre Aufgaben erklĂ€ren lassen. Über die LagerrĂ€ume fĂŒr die verschiedenen Orchesterinstrumente und einen Blick direkt in den Orchestergraben landeten wir ĂŒber diverse SeitengĂ€nge ĂŒberraschenderweise direkt wieder in der Garderobe am Foyer, dem Ausgangspunkt unserer Besichtigung.

Die FĂŒhrung war unglaublich abwechslungsreich und bot sehr viele ungeahnte Erkenntnisse. Kein Wunder, dass diese Besichtigungsveranstaltung seit Jahren ein Klassiker in unserem Veranstaltungsprogramm darstellt.

Polizei Hamburg

Oktober 2023

Ein Bericht von Uwe Haberlandt

Am 28.11.2023 haben wir uns mit 64 Mitgliedern in der Akademie der Kriminalpolizei am Braamkamp 3 getroffen. Auf Grund der zurzeit umhergehenden Grippewelle hatten sich 13 Mitglieder leider im Vorweg abmelden mĂŒssen.

Nach einer kurzen herzlichen BegrĂŒĂŸung durch unseren Vorstandvorsitzenden Bernhard Lamprecht, sowie der Möglichkeit die immer beliebten Rezeptkalender zu erwerben ging es auch schon los.

Die drei Kriminalbeamten RĂŒdiger Lenk, Andreas Mackentun und Frauke Hannes stellten uns schwerpunktmĂ€ĂŸig die Bereiche Einbruchschutz, Trickdiebstahl an der HaustĂŒr, und Telefonbetrug zum Nachteil Ă€lterer Menschen vor. Zu jedem Thema gab es von unseren Mitgliedern viele Fragen und Geschichten aus der eigenen Erfahrung. Beantwortet wurde alles mit der angebrachten Ernsthaftigkeit, aber auch mit leichtem Augenzwinkern.

Ein ganz besonderes Thema ohne die anderen Bereiche inhaltlich zu schmĂ€lern war dann der Bereich „Trickdiebstahl an der HaustĂŒr“. Trickdiebe geben sich hĂ€ufig als Mitarbeiter von Behörden oder Versorgungsunternehmen aus. Das Ziel der TĂ€ter ist immer dasselbe: Sie haben es auf ihr Bargeld bzw. ihre Wertsachen abgesehen. Lassen Sie sich nicht tĂ€uschen. Wer einmal fremde Menschen in seiner Wohnung hat, kann kaum mehr zurĂŒck.

Zum Abschluss dieser Veranstaltung wurde uns ein von dem Schauspieler Marek Erhard eingesprochenen Schockanruf vorgefĂŒhrt. Dieser Anruf ist immer mit einer dramatischen Nachricht verbunden, der Ă€ltere aber auch jĂŒngere Menschen in einen Schockzustand versetzen soll um die logische BeurteilungsfĂ€higkeit der Betroffenen außer Kraft zu setzen.

Informationen rund um ihre Sicherheit wurde durch die ausgelegten InformationsbroschĂŒren komplettiert. Unter www.polizei.hamburg/geschockt-abgezockt finden sie einen authentischen Schockanruf zum Nachhören

Nach ca. 2 Stunden war diese inhaltlich tolle Veranstaltung beendet und ich glaube zumindest, dass unsere Mitglieder einiges mitgenommen haben, damit diese BetrĂŒger hoffentlich keinen Zugang bei Ihnen finden werden.

Bleiben Sie wachsam!

 

Rundbunker Berliner Tor

Oktober / November 2023

Ein Bericht von Uwe Haberlandt

Am 28.Oktober.2023 und 04. November 2023 trafen wir uns mit insgesamt 27 Mitgliedern auf der GrĂŒnflĂ€che NĂ€he der Haltestelle Berliner Tor (Borgfelder Straße/BĂŒrgerweide. Unter einer Wiese versteckt befindet sich ein fĂŒr Hamburg einmaliges Bauwerk. Vorbeilaufenden Passanten zeigt sich lediglich ein kleines HĂ€uschen aus Blech, zwei unauffĂ€llige TreppenabgĂ€nge und ein massiver Schornstein, darunter verbirgt sich jedoch Hamburgs erster öffentlicher Atombunker.

Nach einer sehr ausfĂŒhrlichen Einweisung und ErklĂ€rungen zu der damaligen Situation in den Jahren 1940-1943, besonders der betroffenen Stadtteile Borgfelde Hamm/Horn und Hammerbrook sind wir unter der FĂŒhrung von Herrn Rossig (Verein Unter Hamburg) in den Bunker eingestiegen. Der Bunker reicht 3 Etagen tief (10,5m) in den Hamburger Untergrund und ist sehr massiv gebaut.2 Meter dicke AußenwĂ€nde und eine 1,5 Meter dicke Abschlussdecke galten bei der Erbauung als Bombensicher

Nachdem wir zwei sehr massive Sicherheitsschleusen am Ende des Abstiegs hinter uns gelassen hatten befanden wir uns in einem der RĂ€ume mit eng aneinander gestellten Sitzmöglichkeiten. Ein GefĂŒhl der Enge war schon jetzt zu spĂŒren. Jetzt begann und wirkte tatsĂ€chlich die Geschichte der Menschen, die diesen Bunker erleben mussten

In der Nacht des Feuersturms im Juli 1943 hielten sich wĂ€hrend der Bombenangriffe auf Hamburg ĂŒber 800 Menschen im Rundbunker auf. Der ohnehin schon eng gebaute Bunker war so bis an seine KapazitĂ€tsgrenze gefĂŒllt. Geschlafen wurde in mehreren SchlafrĂ€umen auf Feldbetten im Schichtbetrieb, da es nur fĂŒr ein Drittel der Personen Betten vorhanden waren. PrivatsphĂ€re war somit ausgeschlossen.

Nach sehr vielen Fragen und sehr detaillierte Schilderungen und Antworten durch Herrn Rossig zum Leben der Menschen in dieser Ausnahmesituation, gab es auch noch die Möglichkeit die vorhandene lebensnotwendige Technik im Bunker zu sehen. SelbstverstÀndlich mit den wirklich detaillierten ErklÀrungen dazu.

Nach fast 3 Stunden in dieser Enge und den Dank an Herr Rossig haben wir alle den Bunker mit doch sehr gemischten GefĂŒhlen, auch möglicherweise etwas bedrĂŒckt wieder verlassen.

Klein Jerusalem - Zentrum jĂŒdischen Lebens in der Hansestadt

August 2023

Ein Bericht von Uwe Haberlandt

Am 10.August.2023 trafen wir uns mit 28 Mitgliedern vor der Talmud-Tora-Schule im Hamburger Grindelviertel- zu einer ganz besondere StadtfĂŒhrung.

Frau Sandra Latussek von “Vergangen und vergessen“ fĂŒhrte unsere Gruppe zweieinhalb Stunden Es sollten 2,5 Stunden werden, die uns alle auf dem Weg durch die Geschichte des jĂŒdischen Lebens in Hamburg.

Die Erwartungen waren, wie es in grĂ¶ĂŸeren Gruppen ĂŒblich ist, vor Beginn sehr unterschiedlich: „Wie wĂŒrde der Ablauf sein?“, „Was gibt es ĂŒberhaupt zu sehen?“, „Wie tief steigen wir in die Geschichte jĂŒdischen Lebens in Hamburg ein?“

Doch all diese Fragen waren schnell vergessen. Frau Latussek nahm die Teilnehmer mit ihrer fesselnden und sehr offenen Art an die Hand, schilderte zunĂ€chst die Lebensweisen und Möglichkeiten der jĂŒdischen Familien- gerade in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Hamburg.

Auf dem Weg zum Platz der ehemaligen Synagoge am Bornplatz erfuhren wir vieles ĂŒber die hebrĂ€ische Bibel “Die Thora“, welche fĂŒr das jĂŒdische Volk das Buch der BĂŒcher ist. In hebrĂ€ischen Buchstaben ohne Vokale geschrieben umfasst sie die fĂŒnf BĂŒcher Moses mit den 613 Vorschriften (248 Gebete und 365 Verbote). Hinterlegt sind diese in der Thorarolle, die nicht mit den HĂ€nden berĂŒhrt werden darf und in der Synagoge gesichert verwahrt wird.

Nach dem kurzweiligen Spaziergang standen wir auf dem Joseph Carlebach Platz- einzig ein Bodenmosaik erinnert an die frĂŒhere Synagoge, die einst das Stadtbild dieses Viertels prĂ€gte. Das jĂŒdische Glaubenshaus.1906 im Grindelviertel eingeweiht, doch nur 32 Jahre spĂ€ter wurde sie, am 09.November1938, in der Reichspogromnacht verwĂŒstet. 1939 wurde sie durch das Nazi-Regime abgerissen. 50 Jahre spĂ€ter wurde der ehemalige Standort umgestaltet- eben jenes große Bodenmosaik erinnert an die Synagoge.

Weiter ging es ĂŒber das GelĂ€nde der UniversitĂ€t Richtung Rotherbaum mit der Möglichkeit sich auf BĂ€nken ein wenig auszuruhen. Dabei erzĂ€hlte uns Frau Latussek ein wenig mehr ĂŒber den höchsten Feiertag des jĂŒdischen Glaubens (der Sabbat), die AblĂ€ufe, die vorgeschriebenen Gebete und den Besuch der Synagoge. Im Pentateuch ist gesagt, dass am siebenten Tag keinerlei Arbeiten verrichtet werden darf. FĂŒr die hĂ€usliche Sabbatfeier am Freitagabend hat die Hausfrau ein Glas Wein, einen Teller mit Brot auf den Tisch gestellt. Dann wurden die Sabbatlichter angezĂŒndet, natĂŒrlich nur solange noch Werktag ist, denn das AnzĂŒnden von Licht ist eine am Sabbat verbotene TĂ€tigkeit.

Dann ging es weiter. Auf dem Weg zum ehemaligen Studierhaus (Alter Klaus und neuer Klaus), auf dem Hinterhof der Rutschbahn 11.Plötzlich standen wir vor einem frĂŒheren Armenhaus, das von den Nationalsozialisten fĂŒr die Vorbereitung zur Deportation in die Konzentration- und Vernichtungslager der jĂŒdischen Bevölkerung, der Sinti und Roma missbraucht wurde. Genau dieser Ort, wie so viele Orte Hamburgs, ist ein Zeuge des grĂ¶ĂŸten Verbrechens der deutschen Geschichte: dem Holocaust- in Israel oft Shoa genannt(„Katastrophe“). Heute ist das Armenhaus ein privat genutztes Mehrfamilienhaus. Stolpersteine auf dem Gehweg vor dem GebĂ€ude erinnern an die Deportationen.

Zum Schluss noch etwas ĂŒber das oder den Klaus. Ein Klaus bezeichnet einen Ort fĂŒr jĂŒdische Studien und Gebete. Hier standen den Mitgliedern der deutsch – israelischen Gemeinde ab 1905 eine Synagoge fĂŒr ca. 160 GlĂ€ubige zur VerfĂŒgung, um Unterricht zu den Talmud- und Tora Studien zu abzuhalten. Im Vorderhaus war seit 1902 der koschere Schlachterladen „Moritz Israel“ untergebracht

Diese tolle und informative Tour endete vor dem Kaffeehaus Leonard, welches ab 2008 mit dem Hintergrund jĂŒdischer Kultur und jĂŒdischer KĂŒche eröffnet wurde. Ein Ort der Begegnung an dem darĂŒber hinaus Austausch und Informationen möglich sind. So befindet sich in den RĂ€umen des CafĂ©s auch eine Buchhandlung, die ein allgemeines Sortiment mit einem jĂŒdischen Schwerpunkt anbietet. Im hinteren teil des GebĂ€udes befindet sich der „JĂŒdische Salon am Grindel“ der hier mit seinen Veranstaltungen beheimatet ist.

Frau Latussek verteilte hier noch einige InformationsblĂ€tter und stand uns immer noch unermĂŒdlich fĂŒr unsere Fragen zur VerfĂŒgung. Nach gut zweieinhalb Stunden traten die Teilnehmer dann zufrieden aber auch ein wenig erschöpft den Heimweg an.

StadtfĂŒhrung „unterm Hafen“

Mai 2023

Ein Bericht von Uwe Haberlandt

An diesen beiden Terminen trafen wir uns an der Station Baumwall mit insgesamt 55 angemeldeten Mitgliedern zum Start dieser 2,5-stĂŒndigen FĂŒhrung. Begleitet wurden wir durch die Architektin und ehrenamtliches Mitglied der Hamburger Unterwelten, Frau Sandra Latussek.

Auf dieser 2,5-stĂŒndigen Tour sind wir unterhalb des U-Bahn Viadukts entlang bis zum Sieleinstieg zur Kanalisation gegangen. Auf diesem Weg haben wir Einblicke zur Entstehung der grundlegenden Neuerung der Wasserver- und Entsorgung durch (Herr William Lindley/Vater des Hamburger Kanalsystems) erfahren welche die Entwicklung der Hansestadt maßgeblich geprĂ€gt haben.

Angekommen am Sieleinstieg in die Kanalisation, besser auch bekannt als das „Ankleidezimmer des Kaisers“, welche den Beginn einer neuen Zeitepoche bezogen auf die Kanalisation eingelĂ€utete und das Bild des Hafens verĂ€nderte. Bedauerlicherweise ist es noch immer nicht möglich in dieses Bauwerk einzusteigen.

Die Zeit des zweiten Weltkriegs, die Luftangriffe ĂŒber der Stadt, die eingeleiteten Gegenmaßnahmen durch das FĂŒhrerbauprogramm zum Bau bombensicherer Bunker und SchutzrĂ€ume sind uns sehr nah gebracht worden. Zu verstehen, warum gerade der Hamburger Hafen Anlass fĂŒr unzĂ€hlige Bombenangriffe war ist fĂŒr mich zumindest, aber auch fĂŒr unser Mitglieder noch klarer geworden. Durch viele Fragen der Teilnehmer und die wirklich kompetenten ErklĂ€rungen und Fakten in ihrer doch auch offenen Art durch Frau Latussek fĂŒhrten zu einer sehr guten Stimmung in der Gruppe.

Zum Ende der FĂŒhrung besuchten wir das Parkhaus am Spielbudenplatz, welches zu Kriegszeiten der grĂ¶ĂŸte Schutzraum/Bunker war, sowie den alten Elbtunnel mit seiner ĂŒber110 jĂ€hrigen Geschichte. Nach diesen wunderbaren 2,5 Std endete hier die Tour >>unterm Hafen<

<. Im Namen des Seniorenvereins Vattenfall Europe möchte ich mich fĂŒr diese besondere Tour bei den Hamburger Unterwelten, insbesondere Bei Frau Latussek bedanken und hoffen in einiger Zeit gemeinsame Unternehmungen zu vereinbaren. >

Im Namen des Seniorenvereins Vattenfall Europe möchte ich mich fĂŒr diese besondere Tour bei den Hamburger Unterwelten, insbesondere Bei Frau Latussek bedanken und hoffen in einiger Zeit gemeinsame Unternehmungen zu vereinbaren

Deutscher Wetterdienst Hamburg

April 2023

Ein Bericht von Ulla Bruns

Bei strömendem Regen trafen wir uns vor dem historischen GebĂ€ude in der Bernhard Nocht Straße, in dem der DWD seinen Sitz hat.

Die Besichtigung begann mit einem kurzen Film und anschließendem Vortrag ĂŒber die Aufgaben und Arbeitsweisen des DWD. Die meisten von uns denken dabei wohl an den Wetterbericht. TatsĂ€chlich kĂŒmmert sich der DWD aber um sehr viel mehr, z.B. um die amtlichen Wetterwarnungen, Klima- und Umweltberatungen und Informationen zur Sicherung der Luft- und Seefahrt. Grundlage sind umfangreiche Datenerhebungen an zahlreichen Messstationen und mit Hilfe von Wetterballons. Ein solcher Ballon startet jeden Mittwoch von der Niederlassung in Sasel. Auch von Flugzeugen und Schiffen werden Daten gesammelt, z.B. von Frachtschiffen und auch von dem Weltumsegler Boris Hermann.

Nach diesen Informationen gab es dann Wetter „live“ auf dem Dach des GebĂ€udes. GlĂŒcklicherweise regnete es kaum noch, so dass wir den Blick ĂŒber den Hafen und die Stadt genießen konnten.

Zum Abschluss hatten wir dann noch die Gelegenheit, zwei Meteorologen an ihren Überwachungs-ArbeitsplĂ€tzen ĂŒber die Schulter zu schauen.  So bekamen wir einen kleinen Eindruck von ihren umfangreichen Aufgaben.

Es war ein sehr interessanter Besuch!
Leider konnte Wunsch, das Regenwetter gegen FrĂŒhlingswetter zu tauschen aber nicht erfĂŒllt werden.

 

Besuch des GefÀngnismuseums Glasmoor

MĂ€rz/April 2023

Ein Bericht von Uwe Haberlandt

An drei Terminen haben wir uns mit jeweils 10 Mitgliedern im GefÀngnismuseum Glasmoor getroffen.

Die Erwartungen waren schon sehr hoch, denn wer hatte schon Kontakt bzw. genaue Informationen ĂŒber den Strafvollzug in dieser oder auch anderen Justizvollzugsanstalten.

Der Museumsleiter NeuenhĂŒsges fĂŒhrte uns durch die Geschichte des Strafvollzugs – von 1270 bis heute.

Die Idee, ein GefĂ€ngnismuseum einzurichten, entstand aus der Sammelleidenschaft eines frĂŒheren Mitarbeiters der Justizvollzugsanstalt Glasmoor, erzĂ€hlt NeuenhĂŒsges, der selber 1980 als Mitarbeiter im Strafvollzug begonnen hatte und bald danach Personalrat beim Strafvollzugsamt sowie Gewerkschaftsvorsitzender wurde.

Wer den studierten SozialpĂ€dagogen, der auch in Geschichte und Kriminologie ausgebildet ist, zu den Exponaten und der Geschichte der GefĂ€ngnisse befragt, bekommt ausfĂŒhrlich und hingebungsvoll Antwort. Ebenso kundig erzĂ€hlt er ĂŒber die Werkzeuge, die Fesseln, die kreativen Erfindungen der HĂ€ftlinge und viele andere Exponate, die im Museum auf rund 300 Quadratmeter ausgestellt sind. „Hier spĂŒren Sie förmlich die Geschichte des Justizvollzugs — von der historischen Torfgewinnung bis zur heutigen Zeit“, verspricht Herr NeuenhĂŒsges.

Als „prominente“ Gefangene erinnert sich der Fachmann beispielsweise an den Maler und KunstfĂ€lscher Konrad Kujau und den Reporter Gerd Heidemann, die beide 1985 im Zusammenhang mit der FĂ€lschung der HitlertagebĂŒcher zu Haftstrafen verurteilt wurden. „Heidemann habe ich noch selber im Justizvollzug erlebt“, erzĂ€hlt NeuenhĂŒsges. „Er wurde fĂŒr die Arbeit als BĂŒchereikalfaktor eingesetzt. Und Kujau hat als Gefangener einem meiner Kollegen eine Widmung geschrieben: seine eigene und die vom, FĂŒhrer‘.“

Nach knapp 2 Stunden verließen wir das Museum mit doch anderen, teils auch kontrĂ€ren Gedanken ĂŒber die Bestrafung von GefĂ€ngnisinsassen.

Gerne möchten wir zu einem spÀteren Zeitpunkt diese besondere Besichtigung wiederholen.

Flughafen Hamburg - Maxi Tour

Februar / MĂ€rz 2023

Ein Bericht von Sigrun Voss

Am 14. Februar (19 Personen) und 9. MÀrz 2023 (26 Personen)  hatten wir unsere Mitglieder zur Maxi-Tour auf den Helmut Schmidt Airport eingeladen.

Das bedeutete  eine gute Stunde dem Flughafen- Mitarbeiter  zur Geschichte des Hamburger Flughafens in der Modellschau zu lauschen. All die Erweiterungen, die der Hamburger Flughafen in den vergangenen Jahren erhalten hat, konnte man sehr gut am Modell verfolgen.

Nach der Modellschau-FĂŒhrung ging es vorbei am -Terminal- Tango, dem frĂŒheren Abflugterminal fĂŒr Pauschalreisende zur Eincheck-Kontrolle, wie in der RealitĂ€t. Spitze GegenstĂ€nde - wie Scheren und Messer-  mussten schon vorher abgegeben werden. Unsere HĂ€nde wurden  u.a. auf Sprengstoff untersucht, Danach erwartete uns der Busfahrer, fĂŒr die Vorfeldrundfahrt . Wir haben wirklich das ganze GelĂ€nde mit all seinen GebĂ€uden und Anlagen abgefahren. Unser Guide hat uns all die Flugzeuge, Arbeiten bei An und -AbflĂŒgen Fahrzeuge, GebĂ€ude, Techniken und Vorschriften  erlĂ€utert. An diesem Tag war fĂŒr uns sogar der "Kanzlerflieger" vor Ort!

Es war ein interessantes und trotz der LĂ€nge  kurzweiliges VergnĂŒgen,