Stadtrundgang Kontorhäuser

November 2021

Ein Bericht von Sigrun Voss

Nach knapp 2 Jahren ohne Veranstaltungsangebot für unsere Mitglieder konnten wir im November 2021 wieder ein Besichtigungsangebot machen. So lernten wir an 2 Terminen mit jeweils 10 Personen in Hamburger Kontorhäusern Treppenhäuser und Eingangsbereiche kennen.

Fassaden waren früher das Aushängeschild des Gebäudes und des Bauherrn. Gestaltung des Treppengeländers, Form des Antrittspfostens, Rundung der ersten Stufen, Beschaffenheit der Wandverkleidung, das Auge des Treppenhauses. Dies waren die Erläuterungen, die wir von unserem Stadtführer in und vor den Kontorhäusern erhielten

Die Führung begann unmittelbar beim U-Bahnhof Mönckebergstraße vorm Mönckeberghaus (Spitalerstraße - Ecke Gertrudenkirchhof). Baustil (außen) und Treppenhausarchitektur (innen) wurden uns fach- und sachkundig erklärt.

Nach dem Mönckeberghaus   folgte die Erläuterung gegenüber im Rappoldhaus (neben C&A.) Weiter ging es zur Steinstraße - direkt vor das Gebäude des Finanzamts, welches vor dem 1. Weltkrieg das Verwaltungsgebäude von Karstadt beherbergte, weiter führte uns unser “Stadtspaziergang“ Richtung Meßberg . Auf dem Weg dorthin erhielten wir Informationen zu Treppenhäusern und Außenfassaden des Sprinkenhofs ,  sowie Chilehaus und zum Mohlenhof

Diese Gebäude haben viele Jahrzehnte zum größten Teil unbeschadet überstanden und üben im Vergleich zu den heutigen Gebäuden doch einen großen Reiz aus.

Besichtigung Polizeimuseum

November 2021

Ein Bericht von Sigrun Voss

Die Hamburger Polizei kann sich auf eine mehr als 200-jährige Tradition berufen. Polizeigeschichte ist Stadtgeschichte und eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden.

Eine 45-minütige Führung durch ehrenamtlich tätig ehemalige Polizeibeamte bildete den Beginn unseres Besuches. Wenn man Glück hat, macht auch ein Polizist die Führung, der den einen oder anderen der ausgestellten speziellen Fälle selbst in seiner Tätigkeit erlebt hat.

Wir haben erfahren über die Geschichte der Polizei im Laufe ihres Bestehens, während der Nazizeit, wie die Politik in die Polizeiarbeit hineinspielte, über das Handwerkszeug der Polizei, “Waffenkunde“ und auch besondere spektakuläre Fälle wie z. B. Honka- den Frauenmörder, den Karstadt-Erpresser Dagobert, den St. Pauli- Killer Pinzner, aus früherer Zeit, den Lord von Barmbeck

Nach der Führung hatte jeder von uns Gelegenheit das Museum auf eigene Faust zu erkunden, oder einen Hubschrauberflug oder eine Fahrt im Polizeiwagen im Simulator zu probieren.

Dieses Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Bille Fahrt mit dem Schiff Serrahn Deern

am 05.10.2021

Ein Bericht von Rosalinde Kiel

Welch eine Freude, nach so langer Zeit des Abstands Kolleginnen und Kollegen zu treffen und gemeinsam einen Ausflug zu unternehmen.

Um 14:30 wurden wir am Anleger Hammerbrook von unserem fröhlichen Schiffsführer Victor und dem Azubi Patrick empfangen. Bereits vor der Abfahrt um 15:00 wurden wir mit frischem Kaffee und leckerem Obstkuchen verwöhnt.

Während der Fahrt erklärte Victor uns, was wir backbord und steuerbord sehen. Dazu passen viele Anekdoten aus seinem bewegten Berufsleben.

Wir passieren Hausboote, die MS Else aus dem Jahr 1962 und Schreberhäuschen am Ufer bevor wir „unsere“ Anlagen MVB und Tiefstack erreichen. Erinnerungen an lauschige Uferplätzchen, an dem der Chef die Pausenverlängerung entdeckte, Werkswohnungen beim Kraftwerk und Anglergeschichten wurden wach. Weiter ging es durch den alten Holzhafen, die Billwerder Bucht auf die Norderelbe. Vorbei am beeindruckenden Glasdach des neuen Bahnhofs Elbbrücken, die Hafen City, den Grasbrook und das Cruise Center. Wir sehen den Hansa Hafen, das Hafenmuseum, das Dampfschiff Scharhörn und die Peking. Nach einem Blick in Dock Elbe 17 passieren wir verschiedene Containerriesen, die Landungsbrücken, Dock 11 und erreichen schließlich den Köhlbrand, wo die Elbe wieder zu einem Strom wird. Durch das Containerterminal Tollerort und das Sperrwerk Billwerder Bucht geht es zurück zum Ausgangspunkt, wo unsere Fahrt nach 3 erlebnisreichen Stunden endet.

Wir haben viele Orte gesehen und Informationen bekommen, die für uns neu und spannend waren. Danke an alle Beteiligten, für diesen schönen Nachmittag. Insbesondere an Siegrun Voss, die in bewährter Weise als Organisatorin und Begleiterin verantwortlich war.

Wir starten wieder mit unseren Veranstaltungen!

Der Vorstand konnte nach mehreren Videokonferenzen wieder „physisch“ tagen. Nun haben wir uns entschlossen, mit unseren Veranstaltungsaktivitäten langsam wieder zu beginnen. Details entnehmen Sie bitte der Seite 'Veranstaltungen'.

Wir freuen uns sehr, Sie wieder auf Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Informationen zur Corona-Pandemie

Leider muss die Mitgliederversammlung 2020 ins Jahr 2021 verschoben werden.

Bis auf weiteres können keine Veranstaltungen angeboten werden. Auch die Reise ins Baltikum konnte nicht wie geplant stattfinden

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern für das vielfach bekundete Verständnis.

Bleiben Sie gesund!

Lithographie (Steindruck)

am 24.02.2020

Ein Bericht von Silka Hahn-Weloglawetz

Wir besuchten wir die Künstlerin Gerten Goldbeck in ihrem Atelier in Eimsbüttel, um uns in die Kunst des Steindrucks einweisen zu lassen.

Der Steindruck wurde zwischen 1796 und 1798 von Alois Senefelder erfunden und erlebte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit war die Steindruckerei einer der größten industriellen Gewerbezweige in Deutschland. Sehr schnell nach der Erfindung entdeckten Künstler/innen die Lithographie für sich. Einer der ersten und bekanntesten Künstler, der die Lithographie intensiv nutzte, war Toulouse-Lautrec. Seine künstlerischen Plakate für die Folies Bergère sind wohl jedem bekannt. Aber auch heute nutzen noch viele Künstler/-innen die Lithographie, da sie von den manuellen Drucktechniken der Malerei am nächsten kommt.

Die Steinplatten, die für die Lithographie verwendet werden, kommen aus Solnhofen im Altmühltal. Solnhofer Plattenkalk besteht zu 93 - 96% aus Kalk. Im Gegensatz zu Marmor enthält er keine Einschlüsse und ist somit für die Druckerei sehr gut geeignet. Auf die feingeschliffene Steinplatte wird mit einem fetthaltigen Stift die Zeichnung seitenverkehrt aufgebracht. Durch das Einreiben mit einer Lösung aus Gummi arabicum und Salpetersäure verändert der Stein seine Oberflächenstruktur, er wird porös. Dadurch nimmt der Stein an den unbemalten Stellen Wasser an, an den mit dem fetthaltigen Stift bemalten Stellen hält der Stein die aufgewalzte Druckfarbe. Nach dem Einwalzen mit Farbe wird das zu bedruckende Papier aufgelegt und anschließend mit einer speziellen Lithographiepresse gedruckt. Dabei entstehen zunächst Andrucke, da sich der Druckstock erst mit Farbe „füllen“ muss. Für Mehrfarbdrucke bedarf es je Farbe stets einer neuen Farbplatte.

Dieses Vorgehen konnten wir vor Ort erleben und einige von uns legten „selbst Hand“ an, sowohl als Künstler (siehe Abbildung) als auch beim Bedienen der Presse, was schon etwas Kraft erforderte.

Es war ein sehr interessanter und unterhaltsamer Vormittag.

Gesunde Ernährung im Alter

am 06.11.2019

Ein Bericht von Ulla Bruns

Ein Vortrag in der City Nord ist für viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen ein gern genutzter Anlass, sich zu treffen. Aus diesem Grund lädt der Seniorenverein auch vorab zu Kaffee und Kuchen ein. Daran ändert sich auch nichts, wenn es um das Thema „Gesunde Ernährung im Alter“ geht. Trotzdem fragten sich wohl viele, ob ihnen der Kuchengenuss auch nach dem Vortrag noch mit gutem Gewissen möglich wäre.

In ihrem sehr unterhaltsamen Vortrag erfuhren die Zuhörer viel über die Veränderungen des Körpers mit zunehmendem Alter und wie man am besten damit umgehen kann. Es gab Tipps zu mehr oder weniger empfehlenswerten Nahrungsmitteln und Essgewohnheiten. Aber auch viele andere Verbraucherthemen wurden besprochen. So ging es um Nahrungsergänzungsmittel, Mogelpackungen im Supermarkt, die „Zuckerfalle“, Bio-Siegel, Etikettenschwindel und die neue Kennzeichnung mit der Nähwert-Ampel „Nutri Score“.

Zum Abschluss wurden noch viele Fragen des sehr interessierten Publikums beantwortet.

Die gute Nachricht zum Schluss: Wir werden uns auch weiterhin vorab zu Kaffee und einem Stück Kuchen treffen.

Vereinsevent im Internationalen Maritimen Museum

am 04.11.2019

Ein Bericht von Ulla Bruns

Schon lange vor der geplanten Öffnung trafen die Ersten der 350 angemeldeten Besucher im „Catch of the Day“ ein. Dort kam es in entspannter Atmosphäre bei einem Fischbrötchen und einem Getränk zu vielen schönen Begegnungen.

Um 19 Uhr begrüßte unser Vorsitzender, Bernhard Lamprecht, die Gäste und eröffnete den „offiziellen“ Teil des Abends. Im Rahmen der Begrüßung wurden 5 Trainingsfahrten am Schiffssimulator unter den Mitgliedern verlost, über die sich alle Gewinner sehr freuten.

Danach strömten die Gäste ins Museum, um alle 9 Decks zu erkunden. Besonders gut besucht waren die Punkte, an denen Guides in spannenden Kurzführungen Details zu den Exponaten erläuterten. Gerne standen diese ehrenamtlichen Mitarbeiter des Museums auch für die vielen Fragen des sehr interessierten Publikums zur Verfügung.

In der Modellbauwerkstatt wurde deutlich, wie mühevoll und arbeitsintensiv die Aufgaben sind, die hier für das Museum ausgeführt werden. Besonders hier würde sich das Museum über weitere ehrenamtliche Mitarbeiter freuen.

Viele Gäste ließen den gelungenen Abend im „Catch oft he Day“ beim Klönschnack mit den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ausklingen.

Abschließend sei zu sagen, dass es auch bei den Fahrten am Schiffsimulator dank der aufmerksamen Betreuung nicht zu größeren Havarien kam.

Besichtigung des Wildwuchs Brauwerks

am 26.09.2019

Ein Bericht von Ulla Bruns

Um 11:30 begrüßte uns der sympathischen Braumeister „Fiete“ Matthies mit einem frischgezapften Bier im gemütlichen eingerichteten Raum neben der Brauerei.

Nach einem kurzen Rückblick auf die bisherige Entwicklung des Brauwerks, das seit 2018 in Wilhelmsburg zu Hause ist, ging es in die Brauerei.

Sehr anschaulich wurde uns erläutert, wie aus Malz, Hopfen, etwas Hefe und Wasser sehr unterschiedliche Biere gebraut werden. Verarbeitet werden hier ausschließlich biologisch angebaute Zutaten. Damit ist Wildwuchs eine der wenigen Bio-Brauereien in Deutschland!

Alle Stationen des Brauprozesses konnten wir aus der Nähe betrachten und an einigen Stellen auch das unfertige Bier probieren. Wir waren aber einvernehmlich der Meinung, dass das fertige Produkt vorzuziehen ist.

Zum Abschluss hatten wir noch einmal die Gelegenheit, uns unterschiedliche Biere aus dem Sortiment schmecken zu lassen.

Besichtigung des Automuseums Prototyp

am 20.09.2019

Ein Bericht von Silka Hahn-Weloglawetz

Heute führte uns unser Weg in die Hafen-City zum Automuseum Prototyp. Trotz der in der Hamburger Innenstadt stattfindenden großen Klimademonstration erreichten alle Teilnehmer rechtzeitig das Ziel.

Das Automuseum Prototyp präsentiert seit 2008 auf rund 2.500 m2 seltene Sport- und Rennwagen aus 70 Jahren Automobilhistorie. Zu sehen sind in dem denkmalgeschützten und sorgsam modernisierten Fabrikgebäude nicht nur PS-Raritäten, es werden auch interessante Einblicke in das Leben der Personen gewährt, die den Automobilsport geprägt haben.

Unser Guide Mike hat die Führung sehr informativ und kurzweilig gestaltet und wir haben viele interessante Autos gesehen, u.a. auch den „Ur-Käfer mit Brezelfenster“, einen der ersten Porsche-Rennwagen, auch bekannt als „Berlin – Rom Wagen“ (Baujahr 1939) und das Auto, mit welchem Michael Schumacher seine erste Formel 1-Weltmeisterschaft gewonnen hat.

Interessant war auch die modellhafte Demonstration der Aerodynamik im Windkanal.

Die Veranstaltung fand großen Anklang bei allen Teilnehmern.

Besichtigung der St. Michaeliskirche

Ein Bericht von Silka Hahn-Weloglawetz

Am 4.7.2019 war es soweit. Um 14.00 Uhr wurden wir in der Turmhalle der Michaeliskirche von unserer Kirchenführerin Frau Poppels begrüßt.
Die evangelische Hauptkirche St. Michaelis, kurz der „Michel“, ist der bekannteste Kirchenbau Hamburgs und gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands.

Der erste Kirchenbau an dieser Stelle wurde 1647 errichtet. Schon 1750 brannte die Kirche nach einem Blitzeinschlag bis auf die Grundmauern ab. Im Jahr 1751 wurde der Grundstein für die Kirche in der heutigen Form gelegt und im Oktober 1762 wurde die Kirche geweiht. Im Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten Feuer. Teile des Turmes und die Uhrzeiger stürzten auf das Kirchenschiff und die Kirche brannte erneut bis auf die Grundmauern nieder.

Auf Wunsch der Hamburger Bevölkerung wurde die Kirche in der alten äußeren Form wiederhergestellt, allerdings diesmal mit einer feuerfesten Konstruktion aus Stahl und Beton anstelle der früheren Holzkonstruktion. Die Bauarbeiten dauerten 6 Jahre und im Oktober 1912 wurde der „Michel“ wiedereröffnet.

Wir hatten Gelegenheit, die große Orgel auf der Westempore und die Konzertorgel aus der Nähe zu betrachten. Vom Generalspieltisch aus können außer diesen beiden Orgeln auch das sog. Fernwerk, welches sich im Dachboden der Kirche befindet, gespielt werden.

Jeden Tag um 12.00 Uhr mittags findet eine kurze Andacht statt und es erklingen hierbei auch die Orgeln des „Michels“.

Als besonderes „Sahnehäubchen obendrauf“ durften wir einer Orgelprobe mit Gesang lauschen.

Anschließend ging es dann noch hinab in die Krypta der Kirche. Unter der St. Michaeliskirche verbirgt sich eine einzigartige Gruftanlage, in der von 1762 bis 1817 bestattet wurde. Über 2000 Menschen fanden in diesen Gräbern ihre letzte Ruhestätte, darunter auch der städtische Musikdirektor Carl Philipp Emanuel Bach. Heute wird die Krypta für vielerlei Veranstaltungen genutzt und zur Weihnachtszeit findet hier ein wunderschöner Weihnachtsbasar statt.

Unsere Führung durch den „Michel“ gestaltete sich außerordentlich informativ und unterhaltsam und wir haben viel Wissenswertes erfahren.

Besichtigung des Hamburger Großmarktes

am 31.05.2019

Ein Bericht von Magret Volgmann

So früh begann noch keine Veranstaltung! Um 5:45 Uhr morgens erwartet uns Joachim Köhler vor den Hallen des Hamburger Obst- und Gemüse-Großmarkt, in denen er 47 Jahre mit Frischwaren gehandelt hat.

Nachdem alle Teilnehmer mit Sicherheitsschuhen und Warnwesten ausgerüstet sind, beginnt er seine engagierte Führung durch die 220 Meter lange Markthalle. Sie wurde 1962 eröffnet und seit 1996 steht die besondere Betonschalen-Konstruktion mit wellenförmigem Dach unter Denkmalschutz. In den 80er Jahren erfolgte die Erweiterung um den Blumen-Großmarkt.

Rund 400 Marktfirmen mit etwa 3500 Angestellten machen an sechs Tagen pro Woche die Nacht zum Tag. Bereits vor Mitternacht beginnt der Handel und als wir die Hallen betreten, haben viele der Anbieter bereits das Gelände verlassen. Mehr als 5000 Händler und Gastronome kaufen hier regelmäßig ihre Waren ein. Das Sortiment von Obst und Gemüse sowie Kräuter, Nüsse u.v.m. ist sehr umfangreich. Auch mit Blumen und Pflanzen wird hier gehandelt.

Die Waren kommen heute nicht mehr per Schiff (Ewer), sondern per Lkw und Flugzeug. Ca. 1,5 Mio. Tonnen Frischwaren werden pro Jahr umgeschlagen und damit ein Umsatz von ca. 2 Milliarden Euro erzielt.

Das sogenannte "grüne Herz der Stadt" überzeugt mit Frische, Qualität und Vielfalt

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